Dieselben Regeln wie bei Fotos – drei Fallen extra
Ein Video mit dem Album „Ausgeblendet“, einer gesperrten Notiz oder einer Tresor-App zu verstecken folgt exakt der Logik des Foto-Versteckens – der Foto-Leitfaden enthält den vollständigen Vergleich. Videos fügen dann drei eigene Fallen hinzu: Sie sind groß, sie haben Vorschaubilder, und sie müssen abgespielt werden.
Falle 1: die Größe
Eine Minute 4K-Video sind Hunderte Megabyte. Apps, die Videos mal eben neu codieren, duplizieren oder hochladen, verbrennen Speicher, Akku und Zeit – und eine App, die Videos „zur Verarbeitung“ hochlädt, hat die Privatsphäre-Frage bereits beantwortet. Blockweise Verschlüsselung auf dem Gerät ist der einzige Ansatz, der mit echten Videos skaliert, ohne Inhalte irgendwohin zu verschicken.
Falle 2: Vorschaubilder und Vorschauen
Jede Galerie zeigt Posterbilder. Die Frage ist, wo diese Bilder liegen. Speichert ein Tresor Vorschauen aus Tempo-Gründen unverschlüsselt, hat das „versteckte“ Video ein sichtbares Gesicht – in App-Caches, in Spotlight-Vorschauen oder im Schnappschuss, den das System beim App-Wechsel anlegt. Ein für Videos gebauter Tresor verschlüsselt Vorschaubilder mit dem Inhalt und zeigt im App-Umschalter eine leere Ansicht.
Falle 3: Wiedergabe-Überreste
Der bequeme Weg, ein verschlüsseltes Video abzuspielen: in eine Temp-Datei entschlüsseln und dem System-Player übergeben. Diese Temp-Datei ist eine Klartextkopie des Geheimnisses und liegt im Speicher, bis irgendetwas sie überschreibt. Der richtige Weg ist streamende Entschlüsselung im Arbeitsspeicher. Von außen sieht man das nicht – weshalb Anbieter-Dokumentation (oder ein Audit) bei Video mehr zählt als bei allem anderen, was ein Tresor tut.
So geht es richtig
Sensibles Video nach Möglichkeit direkt in der Tresor-App aufnehmen, damit die Mediathek es nie enthält. Beim Import bestehender Videos: importieren, prüfen, dass sie im Tresor abspielen, aus Fotos löschen, „Zuletzt gelöscht“ leeren – und an jedes Gerät denken, das zwischenzeitlich synchronisiert hat.